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Korrosionsprüfung

Definition: Die Korrosionsprüfung ist die experimentelle Untersuchung der Beständigkeit eines Werkstoffs oder Beschichtungssystems gegenüber korrosiven Medien. Ziel ist die quantitative oder qualitative Bewertung des Korrosionsverhaltens unter definierten Bedingungen. Prüfverfahren sind normativ geregelt, z. B. in DIN EN ISO 9227.

Relevanz für die Praxis: Korrosionsprüfungen umfassen Salzsprühnebeltests, Klimaprüfungen, Immersionsversuche oder elektrochemische Messungen. Bewertet werden Korrosionsrate, Massenverlust, Lochkorrosion oder Unterwanderung von Beschichtungen. Die Ergebnisse dienen der Werkstoffauswahl, Qualifizierung von Beschichtungen und Lebensdauerabschätzung.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Auswahl geeigneter Werkstoff- oder Beschichtungssysteme für definierte Medien.
  • Einkauf/Projektleitung: Festlegung verbindlicher Prüfanforderungen und Abnahmekriterien.
  • Wissenschaft: Untersuchung von Korrosionskinetik und Vergleich beschleunigter Prüfverfahren mit Feldexposition.
  • Versicherung/Recht: Nachweis der Beständigkeit oder Ursachenermittlung bei Korrosionsschäden.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Salzsprühnebeltest (DIN EN ISO 9227), Kondenswasser-Wechselklima, elektrochemische Polarisationsmessung, Langzeitexposition.

FAQ:

  • Ersetzt der Salzsprühnebeltest reale Einsatzbedingungen?
  • Nein, er ist ein beschleunigtes Vergleichsverfahren und bildet reale Betriebsbedingungen nur eingeschränkt ab.
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