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KMG (Koordinatenmessgerät)

Definition: Ein Koordinatenmessgerät (KMG) ist ein taktiles oder optisches Messsystem zur dreidimensionalen Erfassung geometrischer Merkmale eines Werkstücks. Es bestimmt Koordinatenpunkte im Raum und berechnet daraus Maße, Form- und Lagetoleranzen. Die Genauigkeitsanforderungen sind in DIN EN ISO 10360 geregelt.

Relevanz für die Praxis: KMG werden zur Prüfung komplexer Geometrien, Positions- und Profiltoleranzen im Rahmen der GPS-Normen (z. B. DIN EN ISO 1101) eingesetzt. Bewertet werden Maßabweichungen, Ebenheit, Rundheit oder Positionstoleranzen. Messunsicherheit, Temperaturstabilität und Kalibrierzustand beeinflussen die Ergebnisqualität maßgeblich.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Sicherstellung funktionskritischer Toleranzen und Serienfähigkeit.
  • Einkauf/Projektleitung: Definition von Prüfplänen, Abnahmekriterien und Messstrategien.
  • Wissenschaft: Analyse von Messunsicherheiten und Vergleich taktiler vs. optischer Systeme.
  • Versicherung/Recht: Dokumentierter Geometrienachweis bei Maß- oder Passungsstreitigkeiten.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: 3D-Punktmessung, Scanning, Auswertung nach CAD-Datensatz, Messprotokoll mit Unsicherheitsangabe.

FAQ:

  • Welche Norm regelt die Genauigkeit eines KMG?
  • Die DIN EN ISO 10360 definiert Prüfverfahren und Genauigkeitsanforderungen für Koordinatenmessgeräte.