Verfahrensanalyse
Definition: Die Verfahrensanalyse ist die systematische Untersuchung technischer Produktions- oder Prüfprozesse zur Bewertung ihrer Leistungsfähigkeit, Stabilität und Reproduzierbarkeit. Sie identifiziert Einflussgrößen, Schwachstellen und Optimierungspotenziale. Grundlage sind technische Kennzahlen und statistische Auswertungen.
Relevanz für die Praxis: Bewertet werden Prozessparameter, Prozessfähigkeit (Cp, Cpk), Ausschussquoten, Toleranzeinhaltung und Prüfmittelstatus. Methoden wie FMEA, SPC und Ursachen-Wirkungs-Analyse unterstützen die strukturierte Bewertung. Die Verfahrensanalyse ist zentral bei Serienanlauf, Qualitätsabweichungen oder Prozessänderungen.
Entscheidungsperspektiven:
- Technische Entscheider: Optimierung kritischer Parameter und Absicherung stabiler Serienprozesse.
- Einkauf/Projektleitung: Bewertung von Lieferantenprozessen und Investitionsbedarf.
- Wissenschaft: Modellierung von Prozessketten und statistische Validierung.
- Versicherung/Recht: Nachweis ordnungsgemäßer Prozessüberwachung bei Qualitätsstreitigkeiten.
Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Prozessfähigkeitsanalyse, SPC-Auswertung, Auditierung, Messsystemanalyse (MSA).
FAQ:
- Was ist der Unterschied zwischen Verfahrensanalyse und Fertigungsüberwachung?
- Die Verfahrensanalyse bewertet Prozesse grundlegend und optimierend, während die Fertigungsüberwachung die laufende Kontrolle sicherstellt.