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Vickers-Härteprüfung

Definition: Die Vickers-Härteprüfung ist ein statisches Eindringverfahren zur Bestimmung der Härte metallischer Werkstoffe mittels einer pyramidenförmigen Diamantspitze. Die Härte wird aus der Prüfkraft und der Eindruckdiagonale berechnet. Das Verfahren ist in DIN EN ISO 6507 normiert.

Relevanz für die Praxis: Die Vickers-Methode ist universell einsetzbar – von weichen Metallen bis zu hochgehärteten Stählen – und eignet sich auch für dünne Schichten oder Randschichten. Ergebnisse werden als HV-Werte mit Angabe von Prüfkraft und Einwirkdauer angegeben (z. B. HV10). Eine präzise Probenpräparation und optische Auswertung sind für reproduzierbare Ergebnisse entscheidend.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Kontrolle von Wärmebehandlung, Randschichthärtung und Schweißnähten.
  • Einkauf/Projektleitung: Spezifikation zulässiger Härtebereiche gemäß Werkstoffnormen.
  • Wissenschaft: Korrelation von Härte mit Gefüge und Zugfestigkeit.
  • Versicherung/Recht: Dokumentierter Nachweis mechanischer Eigenschaften bei Qualitätsabweichungen.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Vickers-Härteprüfung (Makro- und Mikrohärte), Kalibrierung mit Referenzhärteblöcken, Härteverlaufsprüfung.

FAQ:

  • Wann wird die Vickers-Härteprüfung bevorzugt?
  • Bei dünnen Schichten, kleinen Proben oder wenn ein universell vergleichbarer Härtewert benötigt wird.