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Werkstoff- und Schweißkompetenz für Kran- und Brückenbau

– wo Tragwerke unter Last stehen

Für Hersteller und Errichter von Kranen, Brücken und Stahltragwerken: Schweißberatung, Schweißqualifikation und Werkstoffberatung – nach EN 1090, EN 1993, FEM und DIN 18800. Sicherheitskritisch bewertet, normgerecht dokumentiert.

EN 1090 Stahlbau Schweißqualifikation Werkstoffberatung Hochfeste Stähle Dynamische Lasten Brückenbau Krantragwerke

Tragwerke haben keine zweite Chance – Werkstoff- und Schweißfehler haben sicherheits- und haftungsrelevante Folgen.

  • Eine EN-1090-Zertifizierung steht an – die EXC-Einstufung Ihres Bauteils ist unklar oder strittig.
  • Hochfeste Feinkornbaustähle (S690QL, S960QL) erfordern besondere Vorwärm- und Wärmenachbehandlungskonzepte – Fehler werden teuer.

  • Dynamisch belastete Schweißnähte an Kranträgern oder Brücken zeigen Risse – Ursache und Sanierungskonzept gesucht.

  • Eine Werkstoffspezifikation für ein Tragwerk muss erstellt oder überprüft werden – Ermüdung, Sprödbruch und Korrosion müssen berücksichtigt werden.

EXC-Einstufung, EN-1090-Zertifizierung oder Schweißqualifikation für Tragwerk?

Wir übernehmen die technische Vorbereitung und begleiten Sie bis zur Abnahme durch die Zertifizierungsstelle.

Drei Kernleistungen für Hersteller und Errichter von Tragwerken

01

Schweißberatung für Tragwerke

Beratung zu Schweißverfahren, Vorwärmung, Nahtgestaltung und Wärmeführung – speziell für hochfeste Feinkornbaustähle, dickwandige Tragwerke und dynamisch belastete Konstruktionen.

  • Beratung für S355–S960QL und Sondergüten
  • Vorwärm- und Aufkohlungskonzepte (DASt)
  • Wärmenachbehandlung dickwandiger Bauteile
  • Wasserstoffinduzierte Rissbildung verhindern
  • Beratung für Reparaturschweißungen an Tragwerken
S690QL / S960QL DASt-Richtlinie 009
02

Schweißqualifikation nach EN 1090

Begleitung von Schweißqualifikationen für stahlbauliche Tragwerke – von der WPS-Erstellung bis zur Abnahme durch die Zertifizierungsstelle. Ausführungsklassen EXC 1–4 normgerecht abgedeckt.

  • Bestimmung der erforderlichen Ausführungsklasse (EXC)
  • Schweißverfahrensprüfung WPS / WPQR (DIN EN ISO 15614)
  • Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606
  • Schnittstelle zu Zertifizierungsstellen (TÜV, DVS-IIW, SLV)
  • EN-1090-Erstzertifizierung und Re-Zertifizierung
EN 1090-1 EXC 1–4 ISO 3834
03

Werkstoffberatung Tragwerke

Beratung zur Werkstoffauswahl für Stahltragwerke unter Berücksichtigung von Lastfällen, Kerbschlagzähigkeit, Sprödbruchverhalten, Korrosion und wirtschaftlicher Verarbeitbarkeit.

  • Werkstoffauswahl nach EN 1993-1-10 (Sprödbruch)
  • Kerbschlaganforderungen für tiefe Temperaturen
  • Beratung zu Z-Güten gegen Lamellenrisse
  • Werkstoffzeugnis-Bewertung (3.1 / 3.2 nach EN 10204)
  • Korrosions- und Beschichtungsberatung für Außenanwendungen
EN 1993-1-10 Z-Güten EN 10204

NORMENKOMPETENZ

Stahlbau, Kran & Brücke
EN 1090-1 / EN 1090-2 EN 1993 (Eurocode 3) DIN EN ISO 3834 FEM 1.001 (Krantragwerke) DIN EN 13001 DIN EN ISO 15614 DIN EN ISO 9606 DASt-Richtlinien EXC 1–4 (Ausführungsklassen)

Kran und Brücke – verwandte Welten mit jeweils eigener Logik

KRANTRAGWERKE
Hebezeuge, Hallenkrane, Hafenkrane, Spezialkrane

Krantragwerke sind durch zyklische Belastung und Lastkollektive geprägt. Ermüdungsnachweise nach FEM 1.001 und DIN EN 13001 sind zentrale Anforderungen – ebenso wie geschweißte Trägerkonstruktionen, die jahrzehntelang tausende Lastspiele aushalten müssen.

  • Ermüdungsbewertung nach FEM 1.001 und EN 13001
  • Schweißnahtklassen für dynamisch belastete Trägerkonstruktionen
  • Inspektionskonzepte für Bestandskrane
  • Schadensanalyse bei Rissbildung an Kranträgern

BRÜCKENBAU
Straßenbrücken, Eisenbahnbrücken, Sonderbauwerke

Brückenbau folgt Eurocode 3 (EN 1993) mit besonderen Anforderungen an Sprödbruch und Ermüdung. Die DASt-Richtlinien definieren die Grenzen für hochfeste Stähle. Außenbewitterung, dynamische Verkehrslasten und Lebensdauern von 50–100 Jahren machen die Werkstoffwahl zur Schlüsselentscheidung.

  • Werkstoffwahl nach EN 1993-1-10 für Sprödbruch
  • Ermüdungsnachweise für Straßen- und Eisenbahnbrücken
  • DASt-Richtlinien für hochfeste Stähle
  • Korrosionsschutzkonzepte für jahrzehntelange Standzeit

EN 1090 ist mehr als ein CE-Kennzeichen – sie ist die Eintrittskarte für jeden Stahlbauauftrag.

AUSFÜHRUNGSKLASSEN EXC 1–4
Welche EXC-Klasse braucht Ihr Bauteil – und was bedeutet das?

EN 1090-2 definiert vier Ausführungsklassen nach Sicherheits- und Komplexitätskriterien. Die korrekte Einstufung ist entscheidend: Eine Unterklassifizierung gefährdet die Zulassung, eine Überklassifizierung verursacht unnötige Kosten in Prüfung und Fertigung. Wir bewerten und dokumentieren normkonform.

EN-1090-ERSTZERTIFIZIERUNG
Erstzertifizierung als Tragwerkshersteller

Die EN-1090-Zertifizierung ist Voraussetzung, um stahlbauliche Tragwerke in der EU mit CE-Kennzeichen in Verkehr zu bringen. Wir bereiten Ihr Unternehmen vor: Schweißaufsicht nach DIN EN ISO 14731, FPC, Schweißverfahrensprüfungen, Schweißerprüfungen – inklusive Audit-Begleitung.

HOCHFESTE FEINKORNSTÄHLE
S690QL und S960QL – kein Standardstahl

Hochfeste Feinkornbaustähle erfordern strenge Vorwärmregime, kontrollierte Wärmeeinbringung und speziell ausgewählte Schweißzusätze. Die DASt-Richtlinie 009 gibt den Rahmen vor – wir übersetzen ihn in konkrete Schweißanweisungen und Fertigungsempfehlungen.

SPRÖDBRUCHSICHERHEIT
EN 1993-1-10 – die richtige Werkstoffgüte für Tragwerke

Sprödbruch zählt zu den kritischsten Versagensmechanismen im Stahlbau. EN 1993-1-10 verknüpft Werkstoffgüte, Bauteildicke, Kerbschlagzähigkeit und Einsatztemperatur. Eine fehlerhafte Wahl kann zu Tragwerksversagen ohne Vorankündigung führen.

Aus der Praxis – was wir für Stahlbauer und Tragwerkshersteller geleistet haben

KRANHERSTELLER
EN-1090-Erstzertifizierung EXC 3 für Hallenkrane

Begleitung der vollständigen EN-1090-Erstzertifizierung für einen Hallenkranhersteller – Schweißaufsicht, FPC-Aufbau, Verfahrensprüfungen und Schweißerqualifikation für S355 und S690QL.


→ Erstzertifizierung ohne Nachforderungen, CE-Kennzeichnung freigegeben

STAHLBAUUNTERNEHMEN
Werkstoff- und Schweißberatung Eisenbahnbrücke

Beratung zur Werkstoffauswahl nach EN 1993-1-10 für eine Eisenbahnbrücke aus S355J2W (wetterfester Baustahl). Schweißverfahrensprüfung und Wärmeführungskonzept für dickwandige Knotenbleche.


→ Bauwerk normgerecht ausgeführt, Lebensdauer 100 Jahre nachgewiesen

HAFENKRAN-BETREIBER
Schadensanalyse Rissbildung an Kranträger

Forensische Analyse nach Rissbildung am Hauptträger eines Hafenkrans nach 22 Jahren Betrieb. Ermüdungsversagen durch unzureichende Nahtqualität und Kerbeinflüsse identifiziert.


→ Sanierungskonzept entwickelt, Weiterbetrieb für 8 Jahre genehmigt

So läuft eine Zusammenarbeit ab


Anfrage

Kurze Beschreibung Ihres Anliegens – Tragwerk, Werkstoff, Schweißqualifikation oder EN-1090-Zertifizierung.

Erstgespräch

Innerhalb von 24 Stunden: Einschätzung des Umfangs, Klärung von EXC-Klasse und Norm­anforderungen.

Beratung & Analyse

Werkstoffberatung, WPS-Erstellung, Verfahrensprüfung oder Schadensanalyse – im Werk oder im Labor.

Bericht & Abnahme

Vollständige, normkonforme Dokumentation – direkt verwendbar für Zertifizierungsstelle, TÜV oder Bauherr.

Was Stahlbauer und Tragwerkshersteller von uns erwarten

EN-1090-Expertise aus der Praxis
Wir kennen EN 1090 nicht nur aus dem Handbuch – wir haben Erstzertifizierungen von EXC 1 bis EXC 4 begleitet und wissen, worauf Auditoren wirklich schauen.
Sicherheitskritisches Denken
Tragwerke versagen selten leise. Wir bewerten mit dem nötigen Sicherheitsbewusstsein und liefern Empfehlungen, die im Versagensfall Bestand haben.
Hochfeste Stähle als Schwerpunkt
S690QL, S960QL, wetterfeste Baustähle – wir kennen die Eigenheiten der wirtschaftlich wichtigsten Konstruktionswerkstoffe im modernen Stahlbau.
Schnittstelle zu TÜV, SLV und DVS
Wir sprechen die Sprache der Zertifizierungsstellen und sorgen dafür, dass Erstzertifizierungen und Schweißqualifikationen reibungslos verlaufen.

Wann Stahlbauer, Kran- und Brückenhersteller uns kontaktieren

  • Eine EN-1090-Erstzertifizierung steht an – Vorbereitung, FPC-Aufbau und Audit-Begleitung gesucht
  • Eine Schweißqualifikation für einen neuen Werkstoff (z.B. S690QL) muss erarbeitet werden
  • Ein bestehender Kranträger oder Brückenbauteil zeigt Risse – Ursachenklärung und Sanierungskonzept gesucht
  • EXC-Einstufung eines Bauteils ist strittig oder unklar – normkonforme Bewertung gesucht
  • Werkstoffwahl für ein neues Tragwerk muss nach EN 1993-1-10 abgesichert werden
  • Lamellenrisse oder Z-Güten-Anforderungen bei dickwandigen Knotenblechen klären

Kein akuter Bedarf, aber Fragen zu EN 1090, EXC-Klassen oder hochfesten Stählen?

Ein unverbindliches Erstgespräch ist jederzeit möglich.

Was Stahlbauer und Hersteller vor der ersten Anfrage wissen wollen

Wie wird die Ausführungsklasse (EXC) für ein Tragwerk bestimmt?
Die Ausführungsklasse nach EN 1090-2 ergibt sich aus drei Faktoren: Schadensfolgeklasse (CC), Beanspruchungskategorie (statisch oder dynamisch) und Herstellungskategorie. Daraus resultieren EXC 1 (geringe Anforderungen) bis EXC 4 (höchste Anforderungen). Wir analysieren Ihre Bauteilsituation, bestimmen die korrekte EXC und dokumentieren die Einstufung normkonform – damit Sie weder über- noch unterklassifiziert produzieren.
Können Sie die EN-1090-Erstzertifizierung komplett begleiten?
Ja. Wir übernehmen die vollständige Vorbereitung: Aufbau der Fertigungseigenkontrolle (FPC), Bestellung und Qualifizierung der Schweißaufsicht (DIN EN ISO 14731), Erstellung von WPS und WPQR, Schweißerprüfungen und Vorbereitung der Audit-Unterlagen. Bei der Audit-Durchführung sind wir vor Ort und sorgen für reibungslose Kommunikation mit der Zertifizierungsstelle (TÜV, SLV, DVS-IIW).
Welche Besonderheiten gelten beim Schweißen hochfester Stähle wie S690QL und S960QL?
Hochfeste Feinkornbaustähle reagieren sehr empfindlich auf Wärmeeinbringung und Wasserstoffaufnahme. Die DASt-Richtlinie 009 gibt detaillierte Vorgaben für Vorwärmtemperaturen, Streckenenergie und Wärmenachbehandlung. Fehler führen zu Aufhärtungen, Wasserstoffrissen oder Festigkeitsabfall. Wir erarbeiten Ihre Schweißanweisung normkonform und begleiten die Verfahrensprüfung – damit Sie den höheren wirtschaftlichen Nutzen dieser Stähle ohne technisches Risiko realisieren.
Was ist der Unterschied zwischen FEM 1.001 und EN 13001 bei Krantragwerken?
FEM 1.001 ist die historisch gewachsene Berechnungsgrundlage für Hebezeuge der FEM (Fédération Européenne de la Manutention). EN 13001 ist die aktuelle europäische Norm und zunehmend Stand der Technik. Beide arbeiten mit Lastkollektiven und Beanspruchungsgruppen, unterscheiden sich aber in Detailbewertungen für Schweißnähte und Ermüdung. Wir beraten zur richtigen Anwendung – je nach Land, Auftraggeber und Bauwerksart.
Können Sie auch bei Schäden an Bestandstragwerken unterstützen?
Ja. Schadensanalysen an Krantragwerken und Brücken sind ein Schwerpunkt unserer Arbeit – Rissbildung, Ermüdungsschäden, Korrosionsschäden, Schweißnahtversagen. Wir analysieren die Ursache, bewerten die verbleibende Tragfähigkeit und erarbeiten ein Sanierungskonzept – auch mit Begleitung der Reparaturschweißungen und der anschließenden Freigabedokumentation.
Analyse anfragen →