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Probabilistische Sicherheitsanalysen

Definition: Probabilistische Sicherheitsanalysen (PSA) sind quantitative Methoden zur Bewertung von Risiken technischer Systeme auf Basis von Wahrscheinlichkeitsmodellen. Sie analysieren die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen potenzieller Fehlfunktionen oder Schadensereignisse. Ziel ist die systematische Ermittlung und Reduzierung von Risikoniveaus.

Relevanz für die Praxis: PSA werden insbesondere in kerntechnischen Anlagen, Prozessindustrie, Luftfahrt und Energieversorgung eingesetzt. Methoden umfassen Fehlerbaumanalyse (FTA), Ereignisbaumanalyse (ETA) und Monte-Carlo-Simulationen. Bewertet werden Ausfallwahrscheinlichkeiten, Häufigkeiten von Schadensszenarien und Risikokennzahlen. Regulatorische Anforderungen ergeben sich u. a. aus internationalen Sicherheitsrichtlinien und branchenspezifischen Regelwerken.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Identifikation kritischer Komponenten und Priorisierung technischer Maßnahmen.
  • Einkauf/Projektleitung: Risikobasierte Investitionsentscheidungen und Ressourcenplanung.
  • Wissenschaft: Modellvalidierung, Sensitivitätsanalysen und statistische Unsicherheitsbewertung.
  • Versicherung/Recht: Quantitativer Nachweis systematischer Risikobewertung und Sorgfaltspflicht.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Fehlerbaumanalyse (FTA), Ereignisbaumanalyse (ETA), Monte-Carlo-Simulation, Sensitivitätsanalyse.

FAQ:

  • Worin liegt der Vorteil probabilistischer gegenüber deterministischen Analysen?
  • Sie berücksichtigen Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheiten und ermöglichen eine quantitative Risikobewertung.