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PMI (Positive Material Identification)

Definition: Positive Material Identification (PMI) ist die analytische Verifikation der chemischen Zusammensetzung eines Werkstoffs zur eindeutigen Materialzuordnung. Ziel ist die Vermeidung von Materialverwechslungen in sicherheitsrelevanten Anwendungen. Die Prüfung erfolgt zerstörungsarm direkt am Bauteil.

Relevanz für die Praxis: PMI wird insbesondere im Anlagen-, Rohrleitungs- und Druckgerätebau eingesetzt. Typische Verfahren sind mobile Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA/XRF) oder optische Emissionsspektroskopie (OES). Überprüft werden Legierungselemente gemäß Werkstoffspezifikation (z. B. EN 10025, ASTM). Fehlzuordnungen können zu Korrosions- oder HTHA-Schäden führen.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Sicherstellung korrekter Werkstoffverwendung in medien- oder temperaturkritischen Anlagen.
  • Einkauf/Projektleitung: Forderung dokumentierter PMI-Prüfberichte bei Wareneingang oder Montage.
  • Wissenschaft: Bewertung analytischer Genauigkeit und Nachweisgrenzen der eingesetzten Verfahren.
  • Versicherung/Recht: Dokumentierter Werkstoffnachweis zur Haftungsabsicherung.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Mobile RFA (XRF), Funken-OES, Vergleich mit Werkstoffzeugnissen nach EN 10204.

FAQ:

  • Warum ist PMI im Anlagenbau wichtig?
  • Materialverwechslungen können zu schwerwiegenden Korrosions- oder Sicherheitsproblemen führen und müssen ausgeschlossen werden.