EDX (Energiedispersive Röntgenspektroskopie)
Definition: EDX ist ein analytisches Verfahren zur Bestimmung der elementaren Zusammensetzung von Werkstoffen mittels charakteristischer Röntgenstrahlung. Es wird meist in Kombination mit einem Rasterelektronenmikroskop (REM) eingesetzt. Die Methode ermöglicht eine ortsaufgelöste qualitative und semiquantitative Elementanalyse.
Relevanz für die Praxis: EDX dient der Identifikation von Legierungselementen, Fremdpartikeln, Korrosionsprodukten oder Beschichtungszusammensetzungen. Die Nachweisgrenze liegt typischerweise bei etwa 0,1–1 Gew.-%, abhängig vom Element und Detektorsystem. Ergebnisse werden als Spektrum oder Element-Mapping dargestellt. Einschränkungen bestehen bei leichten Elementen (z. B. H, He) und bei sehr dünnen Schichten.
Entscheidungsperspektiven:
- Technische Entscheider: Verifikation von Werkstoffzusammensetzungen und Ursachenanalyse bei Schadensfällen.
- Einkauf/Projektleitung: Nachweis spezifikationskonformer Legierungen oder Beschichtungen.
- Wissenschaft: Kombination mit EBSD oder WDX zur vertieften Gefüge- und Phasenanalyse.
- Versicherung/Recht: Dokumentierte Elementanalyse zur Beweissicherung bei Materialabweichungen.
Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: REM-EDX-Analyse, Punktanalyse, Linien-Scan, Elementverteilungs-Mapping.
FAQ:
- Kann EDX die genaue chemische Zusammensetzung bestimmen?
- EDX liefert in der Regel eine semiquantitative Analyse; für hochpräzise Bestimmungen sind ergänzende Verfahren erforderlich.