Korrosionsschutz
Definition: Korrosionsschutz umfasst alle technischen Maßnahmen zur Vermeidung oder Verlangsamung von Korrosion an Werkstoffen. Er kann konstruktiv, werkstofftechnisch, elektrochemisch oder durch Beschichtungssysteme erfolgen. Ziel ist die Verlängerung der Lebensdauer und Sicherstellung der Betriebssicherheit.
Relevanz für die Praxis: Maßnahmen sind u. a. geeignete Werkstoffwahl, Beschichtungssysteme nach DIN EN ISO 12944, kathodischer Korrosionsschutz oder Anpassung der Wasserchemie. Bewertet werden Schutzdauer, Schichtdicke, Haftfestigkeit und Inspektionsintervalle. Die Wirksamkeit hängt stark von Umgebungsbedingungen wie Feuchte, Chloridgehalt und Temperatur ab.
Entscheidungsperspektiven:
- Technische Entscheider: Auswahl wirtschaftlich und technisch geeigneter Schutzkonzepte.
- Einkauf/Projektleitung: Spezifikation von Schutzklassen, Beschichtungssystemen und Prüfanforderungen.
- Wissenschaft: Untersuchung von Passivierung, Diffusionsprozessen und Schutzmechanismen.
- Versicherung/Recht: Nachweis angemessener Schutzmaßnahmen bei Korrosionsschäden.
Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Salzsprühnebeltest, Schichtdickenmessung, Haftzugprüfung, Potenzialmessung beim kathodischen Schutz.
FAQ:
- Welche Norm regelt Beschichtungssysteme im Korrosionsschutz?
- Die DIN EN ISO 12944 beschreibt Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Beschichtungssysteme.