Formprüfung
Definition: Die Formprüfung ist die messtechnische Bestimmung von Abweichungen eines realen Werkstücks von der idealen geometrischen Form. Bewertet werden Formmerkmale wie Rundheit, Ebenheit, Geradheit oder Zylindrizität. Grundlage sind geometrische Produktspezifikationen (GPS) nach DIN EN ISO 1101.
Relevanz für die Praxis: Formabweichungen beeinflussen Passung, Funktion und Lebensdauer technischer Bauteile. Die Bewertung erfolgt durch Vergleich der gemessenen Ist-Kontur mit definierten Toleranzzonen. Messmittel sind Koordinatenmessgeräte (KMG), Rundheitsmessgeräte oder optische Messsysteme. Die Einhaltung von Form- und Lagetoleranzen ist häufig vertraglich festgelegt.
Entscheidungsperspektiven:
- Technische Entscheider: Sicherstellung funktionaler Passungen und Minimierung von Verschleiß oder Schwingungen.
- Einkauf/Projektleitung: Definition klarer Toleranzanforderungen in technischen Zeichnungen.
- Wissenschaft: Analyse von Fertigungsabweichungen und Messunsicherheiten.
- Versicherung/Recht: Nachweis von Maß- oder Toleranzabweichungen bei Reklamationen.
Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Koordinatenmesstechnik (KMG), Rundheitsprüfung, Profil- und Konturenmessung, taktile oder optische Messverfahren.
FAQ:
- Welche Norm regelt Form- und Lagetoleranzen?
- Die DIN EN ISO 1101 definiert geometrische Toleranzen im Rahmen des GPS-Systems.
