Zum Hauptinhalt springen
A B D E F G H I K L M N O P R S T V W Z

Biegeversuch

Definition: Der Biegeversuch ist ein mechanisches Prüfverfahren zur Bestimmung des Verformungs- und Bruchverhaltens eines Werkstoffs unter Biegebeanspruchung. Dabei wird eine Probe durch eine definierte Kraft um einen Prüfdorn oder zwischen Auflager gebogen. Für Metalle ist der Ablauf in DIN EN ISO 7438 geregelt.

Relevanz für die Praxis: Bewertet werden Biegefestigkeit, Biegewinkel, Rissbildung und plastische Verformbarkeit. Der Versuch dient der Qualitätskontrolle von Blechen, Schweißnähten und Beschichtungen sowie der Beurteilung von Duktilität. Einflussgrößen sind Probengeometrie, Biegeradius und Prüfgeschwindigkeit. Sichtbare Risse oder Abplatzungen gelten als Ablehnungskriterium gemäß Spezifikation.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Bewertung der Umformbarkeit und Integrität von Schweißverbindungen.
  • Einkauf/Projektleitung: Festlegung normativer Prüfanforderungen und Abnahmekriterien.
  • Wissenschaft: Analyse von Spannungsverteilungen und Rissinitiierung unter Biegebeanspruchung.
  • Versicherung/Recht: Dokumentation mechanischer Eigenschaften bei Streitfällen über Materialqualität.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Drei-Punkt- oder Vier-Punkt-Biegeversuch, visuelle Rissprüfung, metallographische Untersuchung nach Prüfung.

FAQ:

  • Welche Norm gilt für den Biegeversuch an Metallen?
  • Die DIN EN ISO 7438 beschreibt Durchführung und Bewertung des Biegeversuchs an metallischen Werkstoffen.