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Brinell-Härteprüfung

Definition: Die Brinell-Härteprüfung ist ein statisches Eindringverfahren zur Bestimmung der Härte metallischer Werkstoffe. Dabei wird eine Hartmetallkugel mit definierter Prüfkraft in die Oberfläche eingedrückt und der Eindruckdurchmesser optisch vermessen. Das Verfahren ist in DIN EN ISO 6506 normiert.

Relevanz für die Praxis: Die Härte wird als HBW (Härte Brinell Wolframkarbid) angegeben, z. B. HBW 10/3000. Das Verfahren eignet sich besonders für weiche bis mittelharte Werkstoffe wie Baustähle, Gusseisen oder NE-Metalle. Bewertungsrelevant sind Prüfkraft, Kugeldurchmesser und Einwirkdauer. Die Brinell-Härte korreliert häufig mit Zugfestigkeit und dient der Wareneingangs- oder Bauteilprüfung.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Kontrolle von Wärmebehandlungszuständen und Homogenität größerer Bauteile.
  • Einkauf/Projektleitung: Spezifikation geforderter Härtebereiche in Werkstoffnormen oder Bestellungen.
  • Wissenschaft: Vergleich mit anderen Härteverfahren (Vickers, Rockwell) und Korrelation mit mechanischen Kennwerten.
  • Versicherung/Recht: Dokumentierter Härtenachweis zur Beurteilung von Materialabweichungen.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Optische Eindruckmessung, Kalibrierung nach ISO 6506-2, Vergleichsmessungen mit Referenzblöcken.

FAQ:

  • Wann wird die Brinell-Härteprüfung bevorzugt eingesetzt?
  • Bei grobkörnigen oder inhomogenen Werkstoffen sowie bei größeren Bauteilen mit mittlerer Härte.