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Beschichtungstechnik

Definition: Beschichtungstechnik umfasst Verfahren zur gezielten Aufbringung funktionaler oder schützender Schichten auf Werkstoffoberflächen. Ziel ist die Verbesserung von Korrosionsschutz, Verschleißbeständigkeit, elektrischen oder thermischen Eigenschaften. Die Schicht kann metallisch, keramisch, polymerbasiert oder als Verbundsystem ausgeführt sein.

Relevanz für die Praxis: Industrielle Verfahren sind u. a. physikalische und chemische Gasphasenabscheidung (PVD, CVD), thermisches Spritzen (DIN EN 657), galvanische Beschichtung, Pulverbeschichtung und Lackiertechnik. Bewertet werden Schichtdicke (µm), Haftfestigkeit (DIN EN ISO 4624), Porosität, Rauheit sowie Korrosionsbeständigkeit (DIN EN ISO 9227). Fehlerhafte Schichtsysteme führen zu Unterwanderungskorrosion oder Delamination.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Auswahl geeigneter Schichtsysteme in Abhängigkeit von Medium, Temperatur und tribologischer Belastung.
  • Einkauf/Projektleitung: Spezifikation von Schichtdicken, Normprüfungen und Abnahmekriterien.
  • Wissenschaft: Analyse von Grenzflächen, Diffusionszonen und Schichtwachstumsmechanismen.
  • Versicherung/Recht: Nachweis normgerechter Ausführung und Dokumentation bei Korrosionsschäden.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Schichtdickenmessung, Gitterschnittprüfung, Haftzugprüfung, Salzsprühnebeltest, REM/EDX-Analyse.

FAQ:

  • Wie wird die Qualität einer Beschichtung geprüft?
  • Durch Messung der Schichtdicke, Haftfestigkeit, Porosität sowie durch standardisierte Korrosions- und Verschleißtests.