Zum Hauptinhalt springen

Wiki

A B D E F G H I K L M N O P R S T V W Z

Standardversuche (Streicher, Strauss)

Definition: Die Standardversuche nach Streicher und Strauss sind genormte Korrosionsprüfverfahren zur Bewertung der Beständigkeit nichtrostender Stähle gegen interkristalline Korrosion. Sie dienen dem Nachweis, ob eine Sensibilisierung durch Chromkarbidausscheidungen vorliegt. Die Verfahren sind in DIN EN ISO 3651 geregelt.

Relevanz für die Praxis: Der Strauss-Test (Kupfersulfat-Schwefelsäure-Test) und der Streicher-Test (Ferrisulfat-Schwefelsäure-Test) prüfen die Korrosionsanfälligkeit entlang von Korngrenzen. Bewertet werden Massenverlust, Rissbildung oder Gefügeangriffe nach definierter Expositionszeit. Die Tests sind relevant nach Schweiß- oder Wärmebehandlungsprozessen austenitischer Stähle.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Sicherstellung interkristalliner Korrosionsbeständigkeit geschweißter Bauteile.
  • Einkauf/Projektleitung: Forderung normgerechter Prüfbescheinigungen bei korrosionskritischen Anwendungen.
  • Wissenschaft: Analyse von Sensibilisierungsmechanismen und Karbidausscheidungen.
  • Versicherung/Recht: Nachweis spezifikationskonformer Korrosionsbeständigkeit bei Schadensfällen.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Strauss-Test, Streicher-Test, metallographische Gefügeuntersuchung nach Exposition.

FAQ:

  • Wann werden Streicher- oder Strauss-Tests durchgeführt?
  • Nach Schweiß- oder Wärmebehandlungsprozessen zur Prüfung auf interkristalline Korrosionsanfälligkeit.