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Lötverfahrensprüfung

Definition: Die Lötverfahrensprüfung ist die qualifizierende Prüfung eines Lötprozesses zur Sicherstellung reproduzierbarer und normgerechter Verbindungen. Sie dient dem Nachweis, dass ein definiertes Lötverfahren unter festgelegten Parametern die geforderte Qualität erreicht. Anforderungen sind u. a. in DIN EN ISO 13585 geregelt.

Relevanz für die Praxis: Bewertet werden Lötnahtqualität, Benetzung, Porenfreiheit, Festigkeit und Dichtheit. Einflussgrößen sind Temperaturführung, Lotwerkstoff, Flussmittel und Fügespalt. Prüfungen umfassen visuelle Kontrolle, metallographische Schliffe, Zug- oder Scherversuche. Die Verfahrensqualifikation ist häufig Voraussetzung für sicherheitsrelevante Anwendungen.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Sicherstellung geeigneter Prozessparameter und Werkstoffkombinationen.
  • Einkauf/Projektleitung: Forderung qualifizierter Verfahren und dokumentierter Prüfberichte.
  • Wissenschaft: Analyse von Diffusionszonen und intermetallischen Phasen.
  • Versicherung/Recht: Nachweis normkonformer Verfahrensqualifikation im Schadensfall.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Sichtprüfung, metallographische Untersuchung, Zug-/Scherversuch, Dichtheitsprüfung.

FAQ:

  • Warum ist eine Lötverfahrensprüfung erforderlich?
  • Sie stellt sicher, dass das gewählte Lötverfahren unter definierten Bedingungen reproduzierbar die geforderte Qualität liefert.