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Schweißverfahrensprüfung

Definition: Die Schweißverfahrensprüfung ist der qualifizierende Nachweis, dass ein definiertes Schweißverfahren unter festgelegten Parametern reproduzierbar die geforderte Qualität erreicht. Das Ergebnis wird in einem Verfahrensprüfbericht (WPQR) dokumentiert. Die Anforderungen sind in DIN EN ISO 15614 geregelt.

Relevanz für die Praxis: Die Prüfung umfasst das Schweißen eines Probestücks unter realitätsnahen Bedingungen sowie anschließende zerstörende und zerstörungsfreie Prüfungen. Typische Tests sind Zugversuch, Biegeversuch, Kerbschlagbiegeversuch, Härteprüfung und makroskopische Untersuchung. Die qualifizierten Parameter (z. B. Stromstärke, Wärmeeinbringung, Werkstoffgruppe) definieren den Gültigkeitsbereich der WPS.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Sicherstellung der Prozessstabilität und mechanischen Leistungsfähigkeit der Schweißverbindung.
  • Einkauf/Projektleitung: Forderung gültiger WPQR-Dokumente als Voraussetzung für Auftragsvergabe.
  • Wissenschaft: Analyse von Wärmeeinflusszonen, Gefügeumwandlungen und Eigenspannungen.
  • Versicherung/Recht: Nachweis normkonformer Verfahrensqualifikation bei Schadensfällen.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Zugversuch, Biegeversuch, Kerbschlagbiegeversuch, Härteprüfung, makroskopische Schliffprüfung, ZfP.

FAQ:

  • Was ist der Unterschied zwischen WPS und WPQR?
  • Die WPS beschreibt das Schweißverfahren, der WPQR dokumentiert dessen erfolgreich geprüfte Qualifikation.