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Schweißnahtprüfung

Definition: Die Schweißnahtprüfung umfasst alle Prüfmaßnahmen zur Bewertung der Qualität und Integrität von Schweißverbindungen. Sie dient dem Nachweis, dass die Verbindung den festgelegten Anforderungen entspricht. Die Auswahl der Prüfverfahren richtet sich nach DIN EN ISO 17635.

Relevanz für die Praxis: Zerstörungsfreie Prüfverfahren (ZfP) wie Ultraschallprüfung (UT), Radiographie (RT), Magnetpulverprüfung (MT) oder Eindringprüfung (PT) identifizieren innere und äußere Fehler. Ergänzend können zerstörende Prüfungen wie Zug-, Biege- oder Kerbschlagversuche durchgeführt werden. Bewertungsmaßstäbe ergeben sich aus DIN EN ISO 5817 (Bewertungsgruppen für Unregelmäßigkeiten).

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Auswahl geeigneter Prüfverfahren entsprechend Bauteilanforderung und Sicherheitsklasse.
  • Einkauf/Projektleitung: Festlegung von Prüfklassen, Abnahmekriterien und Dokumentationsumfang.
  • Wissenschaft: Analyse von Schweißnahtgefüge, Eigenspannungen und Fehlertypen.
  • Versicherung/Recht: Nachweis normkonformer Prüfung und Qualitätssicherung im Schadensfall.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: UT, RT, MT, PT, visuelle Prüfung (VT), metallographische Schliffe.

FAQ:

  • Welche Norm regelt die Bewertung von Schweißnahtfehlern?
  • Die DIN EN ISO 5817 definiert Qualitätsstufen und Bewertungsgruppen für Unregelmäßigkeiten.