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Werkstoffanalytik

Definition: Werkstoffanalytik ist die systematische Untersuchung der chemischen Zusammensetzung, Mikrostruktur und mechanischen Eigenschaften eines Werkstoffs. Sie dient dem Nachweis der Spezifikationskonformität sowie der Aufklärung von Schadensursachen. Die Analytik kombiniert spektroskopische, mikroskopische und mechanische Prüfverfahren.

Relevanz für die Praxis: Typische Verfahren sind Spektralanalyse (OES, RFA/XRF), Metallographie, Rasterelektronenmikroskopie (REM/EDX), Härteprüfung sowie Zug- oder Kerbschlagversuch. Bewertet werden Legierungselemente gemäß Werkstoffnorm (z. B. EN 10025, ASTM), Korngröße nach DIN EN ISO 643, Phasenanteile und Kennwerte wie Festigkeit oder Zähigkeit. Die Ergebnisse sind zentral für Qualitätskontrolle, PMI und Failure Investigation.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Verifikation von Werkstoffzuständen, Wärmebehandlung und Gefügequalität.
  • Einkauf/Projektleitung: Abgleich mit technischen Lieferbedingungen und Prüfzeugnissen (EN 10204).
  • Wissenschaft: Korrelation von Mikrostruktur, Zusammensetzung und mechanischem Verhalten.
  • Versicherung/Recht: Gerichtsfester Nachweis von Materialabweichungen oder Schadensmechanismen.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: OES, RFA, REM/EDX, Metallographie, Härteprüfung, Zugversuch, Kerbschlagbiegeversuch.

FAQ:

  • Wann ist eine Werkstoffanalytik erforderlich?
  • Bei Qualitätsabweichungen, Schadensfällen oder zur Verifikation der Werkstoffspezifikation im Wareneingang.