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Nanoindenter

Definition: Ein Nanoindenter ist ein Messsystem zur instrumentierten Eindringprüfung im Nanometer- bis Mikrometerbereich. Dabei wird die Kraft-Weg-Kurve eines Eindringkörpers kontinuierlich aufgezeichnet, um mechanische Kennwerte wie Nanohärte und Elastizitätsmodul zu bestimmen. Das Verfahren basiert auf der Auswertung nach Oliver-Pharr.

Relevanz für die Praxis: Nanoindentation eignet sich besonders für dünne Schichten, Beschichtungen, Mikrostrukturen oder einzelne Gefügebestandteile. Typische Prüflasten liegen im mN-Bereich, Eindringtiefen im nm-Bereich. Bewertet werden Härte (HIT), reduzierter Elastizitätsmodul (Er) sowie Kriech- und Relaxationsverhalten. Oberflächenvorbereitung und Rauheit beeinflussen die Messgenauigkeit erheblich.

Entscheidungsperspektiven:

  • Technische Entscheider: Charakterisierung von Beschichtungen und gradienten Werkstoffen.
  • Einkauf/Projektleitung: Nachweis spezifizierter Schichteigenschaften bei Hochleistungsbauteilen.
  • Wissenschaft: Untersuchung lokaler mechanischer Eigenschaften und Gefügeheterogenität.
  • Versicherung/Recht: Dokumentation mechanischer Eigenschaften bei Schichtversagen.

Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Instrumentierte Eindringprüfung, Kraft-Weg-Analyse, Auswertung nach ISO 14577.

FAQ:

  • Worin liegt der Vorteil eines Nanoindenters?
  • Er ermöglicht die Bestimmung lokaler mechanischer Eigenschaften sehr kleiner Volumina oder dünner Schichten.