Due Diligence (technisch)
Definition: Die technische Due Diligence ist die strukturierte Prüfung von technischen Anlagen, Produktionsprozessen, Instandhaltungsstrategien und Werkstoffzuständen im Rahmen von Transaktionen oder Investitionsentscheidungen. Ziel ist die Identifikation technischer Risiken, Instandhaltungsrückstände und regulatorischer Abweichungen. Sie liefert eine faktenbasierte Entscheidungsgrundlage für Käufer, Investoren oder Kreditgeber.
Relevanz für die Praxis: Bewertet werden Anlagenzustand, Restlebensdauer, Compliance mit Normen und Richtlinien (z. B. BetrSichV, Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU), Dokumentationslage sowie CAPEX-/OPEX-Risiken. Prüfungen umfassen Begehungen, Dokumentenanalysen, Werkstoffbewertungen und Stichprobenmessungen. Identifizierte Mängel können Kaufpreis, Garantien oder Rückstellungen beeinflussen.
Entscheidungsperspektiven:
- Technische Entscheider: Bewertung von Anlagenintegrität, Modernisierungsbedarf und Sicherheitsreserven.
- Einkauf/Projektleitung: Ableitung von Investitions-, Sanierungs- oder Integrationsmaßnahmen.
- Wissenschaft: Methodische Bewertung von Zustandsanalysen und Lebensdauermodellen.
- Versicherung/Recht: Dokumentierter Risikonachweis, Haftungsbewertung und Compliance-Prüfung.
Typische Prüf- oder Nachweisverfahren: Dokumentenaudit, Vor-Ort-Inspektionen, zerstörungsfreie Prüfung (ZfP), Restlebensdaueranalysen, RBI-Bewertung.
FAQ:
- Was umfasst eine technische Due Diligence?
- Sie umfasst die systematische Prüfung von Anlagenzustand, Sicherheit, Normenkonformität und Investitionsrisiken.